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Die zünftige Kluft der Zimmerleute

 

Dank seiner traditionellen Kleidung ist ein Zimmerer gut zu erkennen. Aber nur wenige wissen, welche Bedeutung die einzelnen Kleidungsstücke haben.

 

Der Hut
Bei dem Hut handelt es sich entweder um einen breitkrempigen Schlapphut, einen Zylinder oder einen Koks. Er steht als Zeichen für den freien Mann, was gerade im Mittelalter nicht selbstverständlich war.
Der Geselle wurde zu Beginn seiner Wanderschaft frei gesprochen.

Die Staude
Bei der Staude handelt es sich um ein weißes Hemd ohne Kragen.

Die Weste
Über dem Hemd wird die Samt- oder Manchesterweste getragen. Cord (Manchester) ist sehr zweckmäßig, da die Sägespäne davon leicht zu entfernen sind. Sie ist mit 8 Perlmuttknöpfen besetzt, diese stehen für 8 Stunden Arbeit täglich. Die Knöpfe müssen so angenäht werden, dass das Garn den Buchstaben „Z“ bildet. Bei den Vogtländern wird ein „V“ verlangt.

Die Ehrbarkeit
Dabei handelt es sich um einen Schlips in der entsprechenden Zunftfarbe, der mit einem Handwerkswappen (eine Stecknadel) am Hemd befestigt wird.

Das Jackett
Passend zur Weste gibt es die Samt- oder Manchesterjacke, welche mit 6 Perlmuttknöpfen besetzt ist, die für 6 Tage Arbeit in der Woche stehen.

Die Hose
Auch die Hose besteht aus Samt- oder Manchesterstoff und hat mindestens einen Schlag von 65 cm damit keine Sägespäne in die Schuhe rutschen können. Es gibt auch Zunfthosen ganz ohne und sogar mit 100 cm Schlag.

Die Schuhe
Beim Schuhzeug handelt es sich um schwarze Schuhe oder Stiefel.

Der Ohrring
Jeder Geselle auf Wanderschaft trägt im linken Ohr einen Ohrring. Dieser zeigt neben dem Handwerkswappen noch einen sechszackigen Stern, da angeblich der erste Maurer ein Verehrer des jüdischen Königs Salomon gewesen sein soll. Der Ohrring war aus purem Gold und diente dazu auf der Walz sein eigenes Begräbnis zahlen zu können. Bei bestimmten Vergehen, wie z.B. Diebstahl, wurde dieser Goldring aus dem Ohr gerissen, daher der Begriff „Schlitzohr“.

Die Zunftuhrkette
An der Zunftuhrkette befinden sich Wappen der Städte, in denen der Geselle gearbeitet hat.

Der Stenz
Ein selbst hergestellter Wanderstab, dessen Holz traditionell aus der Lüneburger Heide stammt.

Der „Charlottenburger“
Dies ist ein 80 x 80 cm großes Tuch, das dem Gesellen zum Transport seiner Habseligkeiten dient.

 

(Quelle: zimmerer-westfalen.de)

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